»Hajda« bildet den krönenden Abschluss der dreibändigen »Beskiden«-Reihe. Angesiedelt in den Beskiden-Bergen im Osten Polens, blickt Maria Strzelecka auf diese Region kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. In dem erzählerisch grandiosen Text wie in den kunstvollen Tierzeichnungen verwebt sie die Geschichte aufs Engste mit der wilden Wald- und Tierwelt, die wie ein gleichmütiger, mächtiger Kokon die Menschenwelt umschließt. Das Buch atmet Abenteuer und die Freiheit, durch die Wälder zu streifen wie Kola, ein Junge aus der Volksgruppe der Lemken. Seine Unbeschwertheit trübt sich mehr und mehr ein, als sich immer deutlicher die angespannte Situation nach dem Krieg bemerkbar macht. Das Land muss neu bewirtschaftet werden, bekommt neue Grenzen und politische Systeme, und niemand traut irgendwem. Zum dramatischer Kulminationspunkt wird die (historische) »Aktion Weichsel«, bei der unter anderem die Lemkische Volksgruppe 1947 zwangsumgesiedelt wurde, so auch Kola mit Mutter und Großvater. Und die Beskiden? Sie sind ein »paradise lost«.
Hajda. Beskid bez kitu
Libra PL
2023
141 Seiten + 3 ungezählte Seiten
Maria Strzelecka
ab 10 Jahren