Ungarn | Myriam Babarczy „Ahornstraße“

In der »Ahornstraße« verbinden sich in fünf Episoden die Schicksale von Menschen, die sich mit ihren Problemen alleingelassen fühlen. Die Kettenerzählung – erzählt ausschließlich in Bildern – geht dabei von Haus zu Haus und reiht aneinander, was darin vor sich geht: Ein Junge hat Angst vor häuslicher Aggression, ein junges Mädchen fühlt sich minderwertig, ein Teenager ist einsam und gefangen in seiner Traurigkeit, eine alleinerziehende Mutter mit ihrem Alltag überfordert, ein alter Mann hat niemanden mehr zum gemeinsamen Musizieren. Dass diese Menschen Nachbarn sind, wird klar durch eine schwarze Katze, die durch die Straße stromert und die Menschen zusammenbringt. Sie beginnen, sich für einander zu interessieren, ihre Sorgen zu teilen, eine Gemeinschaft zu werden. Myriam Babarczys Bilderbuch ist das Ergebnis ihrer Masterarbeit. Mit wenigen bildlichen Elementen setzt sie ihre Szenerien geschickt wie einen Film zusammen und findet eine klare, starke Sprache ohne Worte.

Juharfa utca Book Cover Juharfa utca
Csimota
2024
88 ungezählte Seiten
Myriam Babarczy
ab 4 Jahren